Zum Inhalt hüpfen

VOLKSHILFE HAFEN – AktiV im Alter

 

Bauträgerwettbewerb 2018 – ein kooperativer Prozess

 

Der Volkshilfe Hafen wurde als Gemeinschaftsprojekt von der Volkshilfe Wien, als zukünftige Nutzerin, dem Bauträger BDN Building Development Network Fleissner & Partner GmbH mit dem Architekturbüro Treberspurg & Partner Architekten ZT und dem Investor BNP Paribas Real Estate Investment Management Germany GmbH vertreten durch Auris Immo Solutions GmbH, gewonnen.

In der Heiligenstädter Straße 172c im 19. Wiener Bezirk entsteht im Rahmen eines kooperativen Planungsprozesses der neue VOLKSHILFE HAFEN. Der Bauträger BDN Fleissner & Partner GmbH mit dem Architekturbüro Treberspurg & Partner Architekten und die Volkshilfe Wien haben sich zusammengeschlossen, um sich bei einem Bauträgerwettbewerb für Kleinprojekte für das Grundstück in der Heiligenstädterstraße 172 zu bewerben. Das eingereichte Projekt eines Wohnheims, betrieben durch die Volkshilfe Wien, als Ausgangshafen für unterschiedliche Zielgruppen der Volkshilfe Wien, hat den Wettbewerb im Jahr 2018 gewonnen.

 

Sozialer Wohnraum für benachteiligte Menschen

Im Erdgeschoß wird ein multifunktionaler Raum entstehen, der sowohl für die Bewohner*innen des Hauses zur Verfügung steht, sowie auch für Initiativen, Gruppen und Organisationen aus dem Bezirk. Im ersten Stockwerk wird eine Jugendwohngemeinschaft der Volkshilfe Wien einziehen. Die Kinder und Jugendlichen können die einzigartige Erfahrung machen, dass sie den Bau eines Hauses mitverfolgen, in das sie selbst einziehen und besonders bei der Gestaltung der Innenräume maßgeblich mitwirken können. Die restlichen Stockwerke haben verschiedene Nutzungen; es werden kleine Dienstwohnungen entstehen für Mitarbeiter*innen aus der Pflege, es werden Kleinstwohnung für Senior*innen zur Verfügung stehen und es sollen Kleinstwohnung für Frauen entstehen, die sich aus schwierigen Beziehungen befreien möchten und eine Startunterstützung brauchen. Für diese drei Zielgruppen sollen leistbare und qualitativ hochwertige Wohnmöglichkeiten entstehen.

Zusammenleben im Grätzl in Döbling

Vom sicheren Hafen werden viele Fäden gespannt in die Nachbarschaft, in den Bezirk. Die multifunktionelle Nutzung des Erdgeschoßes wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Es gibt schon Kontakte mit einer Verantwortlichen, die im Auftrag der MA 19 die Entwicklung des öffentlichen Raums im dicht besiedelten Gebiet des 19. Bezirks evaluiert und Vorschläge für eine bessere Nutzung entwickelt. Es wurden schon verschiedene Initiativen und Organisationen im Bezirk besucht, die wir einladen zur Zusammenarbeit und vor allem zum Zusammenleben

AktiV im Alter

Wir werden den Volkshilfe Hafen inhaltlich mit dem Thema Active Ageing verbinden, dies bedeutet dieses Thema bei der Nutzung ebenso einzubringen wie in der Vernetzung mit dem Bezirk. Ziel ist es, die soziale Interaktion im Hafen von innen nach außen und umgekehrt zu fördern. Dafür wird ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot rund um das Thema ACTIVE AGING für die Bewohner*nnen des Grätzels geboten, denn der 19. Bezirk ist der drittälteste der Stadt. Gerne nehmen wir dafür Ideen aus dem Bezirk auf.

Architektur für die Menschen und fürs Grätzl

Das Grundstück mit einer Größe von 574 m2 wurde zuletzt als Pkw-Abstellfläche genutzt. Situiert ist die Liegenschaft in exponierter Lage in unmittelbarer Nähe zum Nußdorfer Platz und zu einem leerstehenden Bahnhof entlang der Eisenbahnstraße sowie der dicht befahrenen Heiligenstädter Straße. Das fünfstöckige Gebäude füllt – dem Grundstück entsprechend – den Zwickel zwischen Heiligenstädterstraße und Eisenbahnstraße optimal aus. Nach außen hin präsentiert sich das Gebäude im Erdgeschoß offen. Ein zweigeschoßiger Einschnitt in der Fassade markiert den Eingang an der Heiligenstädter Straße in einer gut proportionierten Geste.

 

Darüber entwickelt sich ein kompakter Baukörper mit einer aufgelockerten Fassade und unregelmäßig angeordneten Fenstern, großflächigen Verglasungselementen und abgeschrägten Fensterlaibungen für einen idealen Lichteinfall in den Innenräumen. Das Gestaltungselement wird mit unterschiedlichen Farben von Fassade und Laibung unterstrichen, sodass ein lebhaftes Bild im Straßenraum entsteht.

Die bauliche Besonderheit ist die Liegenschaft in exponierter Lage mit Bezug auf die Anforderungen einer vielfältigen Nutzung durch unterschiedliche BewohnerInnen-Gruppen. Die baulichen Elemente wie das Atrium, die gemeinsame Dachterrasse und der Bewegungsraum unterstützen die soziale Begleitung zum Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen.

Der Volkshilfe Hafen wird in einem dichtbesiedelten Gebiet des 19. Bezirks neu gebaut und soll sich einerseits in den Bestand einfügen und anderseits sollen durch den multifunktionalen Begegnungsraum im Erdgeschoß neue Anstöße für die Nachbarschaft und das Zusammenleben gegeben werden.

 

Volkshilfe Hafen ein ökologisches Projekt

Neben dem sozialen Konzept, kommt weltweit erstmals ein Scale Up eines ökologischen Forschungsprojektes „Bauteilaktivierung mit prädiktiver Steuerung“ zum Einsatz. Dem Volkshilfe Hafen liegt ein neuartiges bautechnisches Konzept der Energieeffizienz und Energieautarkie zugrunde. Durch eine sehr gute Gebäudehülle (10-er Linie nach OIB) und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die auch aufgrund der hohen Schallemissionen der unmittelbaren Umgebung erforderlich ist, ist es möglich mit bauteilaktivierten Decken und einer prädiktiven Steuerung als einziges Niedrigtemperaturheizsystem auszukommen.

 

Copyright © 2016 Volkshilfe Wien