Kin­der- und Jugend-WG

Kin­der- und Jugend-WG

In elf Wohn­ge­mein­schaf­ten (WGs) betreu­en wir Kin­der und Jugend­li­che, die aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht bei ihren Fami­li­en leben kön­nen. Jeweils 8 Kin­der und Jugend­li­che im Alter zwi­schen 4 und 18 Jah­ren fin­den in geräu­mi­gen Woh­nun­gen oder in Ein­fa­mi­li­en­häu­sern mit Gar­ten ein Zuhau­se in einer fami­li­en­ähn­li­chen Struk­tur.

Ein bis zwei Kin­der bewoh­nen ein Zim­mer, wel­ches sie mit­ge­stal­ten. Unse­re enga­gier­ten sozi­al­päd­ago­gi­schen Teams sind rund um die Uhr für die jun­gen Bewohner*innen da. Unser Ziel ist die Rück­kehr der Kin­der in ihre Fami­lie. Wenn das nicht mög­lich ist, berei­ten wir sie auf ein selb­stän­di­ges Leben vor. Im Jugend­woh­nen (JuWo) kön­nen Jugend­li­che ab 16 Jah­ren das Leben in einer eige­nen Woh­nung trai­nie­ren.

Unse­re Arbeit beruht auf der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on und dar­aus abge­lei­te­ten inter­nen und exter­nen Qua­li­täts­stan­dards.

 

Wie wir arbei­ten

 

Manch­mal kön­nen Eltern nicht aus­rei­chend für ihre Kin­der sor­gen, zum Bei­spiel, wegen einer schwe­ren Krank­hei­t oder aus Über­for­de­rung. In ande­ren Fami­li­en kommt es zu Kon­flik­ten, die sich zu Hau­se nicht mehr lösen las­sen. In man­chen Fami­li­en gibt es Gewalt gegen­über Kin­dern. Kin­der und Jugend­li­che bewäl­ti­gen beim Ein­zug in eine Wohn­ge­mein­schaft schwie­ri­ge Lebens­um­stän­de. Des­halb arbei­ten wir ab dem ers­ten Tag an fol­gen­den Zie­len:

Sta­bi­li­sie­rung
Gemein­sam bespre­chen und pla­nen wir, wel­che Maß­nah­men geeig­net sind, um schwie­ri­ge Situa­ti­onen zu sta­bi­li­sie­ren. Gemein­sam heißt: mit dem Kind, nach Mög­lich­keit mit den Eltern, mit dem sozi­al­päd­ago­gi­schen Team der Wohn­ge­mein­schaf­t und mit den Sozi­al­ar­bei­te­r*in­nen der Kin­der- und Jugend­hil­fe.

Indi­vi­du­el­le För­de­rung
Eine wich­ti­ge Auf­ga­be der Sozialpädagog*innen ist es, auf die Talen­te, Wün­sche und Bedürf­nis­se der ein­zel­nen Kin­der und Jugend­li­chen ein­zu­ge­hen und sie indi­vi­du­ell zu för­dern.

Grup­pen­päd­ago­gi­sche För­de­rung, Demo­kra­tie und Gemein­schafts­bil­dung

Durch das Leben in der Grup­pe ler­nen Kin­der und Jugend­li­che Regeln und Umgangs­for­men des Zusam­men­le­bens. Sie wer­den ermu­tigt, auf Schwä­che­re Rück­sicht zu neh­men und eige­ne Bedürf­nis­se mit ande­ren zu ver­han­deln. Grup­pen­dy­na­mi­ken und –pro­zes­se haben in der Beob­ach­tung und Refle­xi­on einen beson­de­ren Stel­len­wert.

För­de­rung von exter­nen sozia­len Kon­tak­ten und Freund­schaf­ten
Wir stel­len Kon­tak­te zur unmit­tel­ba­ren Umwelt (Nach­bar*innen, Jugend­zen­tren, Ver­ei­ne, etc.) her. Die Kin­der und Jugend­li­chen ler­nen die Umge­bung ken­nen und zu nut­zen. Sie wer­den dabei unter­stützt, Gleich­alt­ri­ge zu tref­fen und Freund­schaf­ten zu schlie­ßen.

Wir geben Halt durch Struk­tu­ren, Abläu­fe, Ritua­le und Regeln

Das Leben in der Wohn­ge­mein­schaft ist ein­fa­cher, wenn leicht ver­ständ­li­che Regeln und kla­re Struk­tu­ren für den All­tag zur Ver­fü­gung ste­hen. Die­se wer­den regel­mä­ßig mit den Kin­dern und Jugend­li­chen bespro­chen und ver­han­delt, zum Bei­spiel im monat­li­chen Kin­der­team.

Bezie­hungs­fä­hig­keit stär­ken
Im Mit­ein­an­der erfah­ren die Kin­der, dass ein fun­da­men­ta­ler Teil des mensch­li­chen Lebens die Bezie­hung zu ande­ren Men­schen ist. Wir ach­ten dar­auf, wie sich die Bezie­hun­gen zwi­schen den Kin­dern unter­ein­an­der, aber auch die Bezie­hun­gen zwi­schen Kin­dern und Sozialpädagog*innen, gestal­ten und ent­wi­ckeln.

Rück­kehr oder Ver­selb­stän­di­gung
Gemein­sam mit der Fami­lie und mit den Sozialarbeiter*innen der Kin­der- und Jugend­hil­fe arbei­ten wir an einer Rück­kehr der Kin­der und Jugend­li­chen in die Fami­lie. Wenn dies nicht mög­lich ist, ist unser Ziel die Bewäl­ti­gung eines selb­stän­di­gen Lebens ab dem 18. Lebens­jahr.

 

All­tag in einer Wohn­ge­mein­schaft

 

Der Tages­ab­lauf ori­en­tiert sich an der Struk­tur einer grö­ße­ren Fami­lie. Nach dem Früh­stück gehen die Kin­der in den Kin­der­gar­ten oder in die Schu­le, die Jugend­li­chen zur Aus­bil­dung oder zur Arbeit. Nach dem Mit­tag­essen wer­den die Haus­übun­gen mit Unter­stüt­zung oder selb­stän­dig erle­digt. Danach ist Zeit für Spiel und Frei­zeit, manch­mal auch für Arzt­be­su­che und The­ra­pien. Nach dem Abend­essen gibt es für die Kin­der und Jugend­li­chen ein, dem Alter ange­pass­tes, Abend­pro­gramm und zum Ein­schla­fen ein indi­vi­du­el­les Abend­ri­tu­al.

Gemein­sa­me Akti­vi­tä­ten wie Wan­dern, Schwim­men oder Eis­lau­fen ste­hen an den Wochen­en­den und in den Feri­en auf dem Plan. Nach Mög­lich­keit macht jede Wohn­ge­mein­schaft ein­mal pro Jahr mit der gesam­ten Grup­pe einen WG-Urlaub.

 

Arbei­ten in einer Wohn­ge­mein­schaft

 

Pro­fes­sio­na­li­tät
Unse­re Mitarbeiter*innen sind Fach­kräf­te der Sozia­len Arbeit. Sie haben eine von der Kin­der- und Jugend­hil­fe aner­kann­te Aus­bil­dung absol­viert oder sind dabei, eine ent­spre­chen­de Aus­bil­dung abzu­schlie­ßen. Die Stadt Wien gibt vor, wel­che Aus­bil­dun­gen für die Arbeit in einer sozi­al­päd­ago­gi­schen Wohn­ge­mein­schaft in Fra­ge kom­men.

Aus­wahl der Sozialpädagog*innen
Wird eine Stel­le in einer Wohn­ge­mein­schaft frei, ver­su­chen wir, beson­ders ver­trau­ens­wür­di­ge, ver­läss­li­che, auf­ge­schlos­se­ne und wert­schät­zen­de Fach­kräf­te zu fin­den. In Gesprä­chen und an Schnup­per­ta­gen ler­nen die ein­ge­la­de­nen Bewerber*innen die Kin­der und Jugend­li­chen, das Team und die päd­ago­gi­sche Lei­tung ken­nen.

Auf­ga­ben
Unse­re Sozialpädagog*innen haben päd­ago­gi­sche, orga­ni­sa­to­ri­sche und admi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben – von der Gestal­tung des All­tags über die Pla­nung und Abstim­mung päd­ago­gi­scher Pro­zes­se bis zum pro­fes­sio­nel­len Berichts­we­sen. Jede sozi­al­päd­ago­gi­sche Fach­kraft betreut ein bis zwei Bezugs­kin­der oder Bezugs­ju­gend­li­che. Für die­se sind sie Fürsprecher*innen, haben den Über­blick über Ent­wick­lungs­ver­lauf und Betreu­ungs­zie­le und sind Ansprechpartner*innen bei spe­zi­el­len Wün­schen und Bedürf­nis­sen.

Das Sozialpädagog*innen-Team wird von einer Wirt­schafts­hil­fe und Haus­tech­nik-Per­so­nal unter­stützt.

Bespre­chun­gen
Die Team-Kolleg*innen tref­fen sich wöchent­lich zu Team­be­spre­chung oder Super­vi­si­on. Sie stim­men sich über Ziel­set­zun­gen, päd­ago­gi­sche Fra­gen und Orga­ni­sa­to­ri­sches ab. Zwei­mal im Jahr fin­det eine 2‑tägige Team­klau­sur statt.

 

Die Stim­men der Kin­der und Jugend­li­chen

 

Kin­der und Jugend­li­che haben ein Recht auf Mit­be­stim­mung. Unse­re Sozialpädagog*innen infor­mie­ren die Kin­der und Jugend­li­chen über ihr Recht und stel­len sicher, dass die Stim­men von allen Bewohner*innen gehört wer­den.

Zusam­men­ar­beit mit Eltern und Fami­li­en

 

Ein wich­ti­ger Teil unse­rer Arbeit ist der koope­ra­ti­ve, wert­schät­zen­de und ziel­ori­en­tier­te Kon­takt mit den Fami­li­en der Kin­der und Jugend­li­chen. Ein mög­lichst posi­ti­ver Kon­takt der Kin­der und Jugend­li­chen zu ihren Wur­zeln ist ein wesent­li­cher Bau­stein für ihre psy­cho­so­zia­le Ent­wick­lung. Eltern wer­den dazu ermun­tert, sich mit dem päd­ago­gi­schen Team regel­mä­ßig aus­zu­tau­schen. Sie wer­den über Pro­ble­me und Fort­schrit­te infor­miert und nach Mög­lich­keit in die Betreu­ungs­pla­nung mit ein­be­zo­gen.

 

Wir ent­wi­ckeln uns lau­fend wei­ter

 

Wir ermu­ti­gen Kin­der, Jugend­li­che und Fami­li­en, dass sie Neu­es ler­nen. Den Anspruch haben wir auch an uns selbst. Unse­re Mitarbeiter*innen arbei­ten in dem Bewusst­sein, dass Päd­ago­gik nicht nach ein­fa­chen Rezep­ten funk­tio­nie­ren kann, son­dern dass päd­ago­gi­sches Han­deln immer wie­der reflek­tiert wer­den muss. Um fach­lich auf dem Lau­fen­den zu blei­ben, neh­men unse­re Mitarbeiter*innen an Fort­bil­dun­gen zu The­men der Sozia­len Arbeit teil.

Wir über­prü­fen immer wie­der, ob die Arbeits­grund­la­gen und ‑kon­zep­te für die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen noch pas­send sind oder ob wir Neu­es brau­chen. Unser Qua­li­täts­ent­wick­lungs­pro­zess umfasst  regel­mä­ßi­ge Arbeits­tref­fen mit Sozialpädagog*innen, päd­ago­gi­schen Leiter*innen und Expert*innen, um neue Kon­zep­te und Qua­li­täts­stan­dards zu ent­wi­ckeln. Ver­schie­de­ne exter­ne Fach­stel­len prü­fen regel­mä­ßig die Qua­li­tät unse­rer Arbeit.

 

Das Lei­tungs­team der Sozi­al­päd­ago­gi­schen Wohn­ge­mein­schaf­ten

 

Ani­ta Nöham­mer, Lei­te­rin Fach­be­reich Kin­der und Jugend­li­che

Eva Ertl, Stv. Lei­te­rin Fach­be­reich Kin­der und Jugend­li­che, Päd­ago­gi­sche Lei­te­rin Wohn­ge­mein­schaf­ten 4, 5, 8

Tat­ja­na Bern­hard, Päd­ago­gi­sche Lei­te­rin Wohn­ge­mein­schaf­ten 11, 12, 13 und Jugend­woh­nen (JuWo)

Yvonne Schaf­fer, Päd­ago­gi­sche Lei­te­rin Wohn­ge­mein­schaf­ten 1, 2

Tan­ja Hol­le­rer, Päd­ago­gi­sche Lei­te­rin Wohn­ge­mein­schaf­ten 3, 7, 10

Susan­ne Has­lin­ger, Qua­li­täts­si­che­rungs­be­auf­trag­te (Stab­stel­le)

 

Das Lei­tungs­team hat die Auf­ga­be, die Mitarbeiter*innen durch geeig­ne­te Rah­men­be­din­gun­gen, fach­li­che Anlei­tung, Kri­sen­ma­nage­ment und ver­schie­de­ne Hil­fe­stel­lun­gen zu unter­stüt­zen.

Links

 

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Kontakt & Information
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DSP Anita Nöhammer, MSC
0676 8784 4606
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1100 Wien
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