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Buddies for Refugees

Rund 79.5 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Die höchste Zahl, die der UN-Flüchtlingsrat jemals verzeichnet hat. Viele Flüchtende haben auf ihrem Weg in die Unsicherheit Dinge erlebt, die sie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen werden können. Kinderflüchtlinge gehören dabei einer besonders schutz- und unterstützungsbedürftigen Gruppe an.
Kinderflüchtlinge sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Minderjährige), die mit oder ohne ihre Eltern geflohen sind. Es gibt begleitete und unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Begleitete minderjährige Geflüchtete sind in Begleitung mindestens eines für sie verantwortlichen Erwachsenen geflohen (meistens mit ihren Eltern). Die Familie steht vor der Herausforderung, in einem neuen Land Fuß zu fassen und sich zu integrieren.
Die großen Fluchtbewegungen nach Österreich haben zwar abgenommen, es sind aber immer noch viele Menschen hier, die Unterstützung gut gebrauchen können. Hilfe dabei, Wege in die neue Gesellschaft zu finden, ist von unschätzbarem Wert!


„Armutsgefährdung, Exklusion, sozioökonomische und soziale Benachteiligung sind nicht nur Risikofaktoren, sondern immanenter Bestandteil der Lebensrealität begleiteter Kinderflüchtlinge.“ (Studie „Dreimal in der Woche weinen, viermal in der Woche glücklich sein. Zur kinderrechtlichen Situation begleiteter Kinderflüchtlinge und ihrer Familien.“, S.227; UNICEF Österreich und Asylkoordination Österreich 2019)


Hier leistet das Projekt Buddies for Refugees mit Hilfe von Patinnen und Paten für Kinder oder Jugendliche einen wertvollen Beitrag. Es will deren Alltag in Österreich erleichtern und damit auch die Familien unterstützen.
Für Eltern und Kinder ergeben sich verschiedene Herausforderungen. So gibt es Gegebenheiten, in denen sich Eltern Unterstützung für ihre Kinder wünschen. Spracherwerb, das Kennenlernen der neuen Kultur, der Aufbau eines sozialen Netzwerks, aber auch Themen wie das Kennenlernen des österreichischen Bildungs- oder Gesundheitsystems und der Bürokratie gilt es zu meistern. Zudem haben die Frühlings- und Sommermonate, die im Zeichnen des Corona-Virus standen, zu Unsicherheit und teilweise zu Isolierung der Familien beigetragen.

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