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Hilfe, wenn es am Nötigsten fehlt

Frau H. ist 53 Jahre alt. Zu alt, um schnell Arbeit zu finden, erzählt sie. Auch ihr Mann war sechs Monate arbeitslos, ehe er wieder einen Job als Pizzakoch gefunden hat. Sein Einkommen ist für die Familie besonders wichtig, vor allem, weil ihre zwei Kinder, 13 und 15 Jahre alt, noch in die Schule gehen. Seit mittlerweile drei Jahren kommt Frau H. jeden Monat zur Lebensmittelausgabe der Volkshilfe Wien. Das Paket, das sie dort erhält, ist mit Grundnahrungsmitteln gefüllt. Nudeln, Reis, Öl, Salz und Zucker helfen ihr vor allem am Monatsende, über die Runden zu kommen und die Familie zu versorgen.

2.000 Pakete jährlich. Einmal pro Monat können WienerInnen, deren Haushaltseinkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt, ein Lebensmittelpaket erhalten. Dazu gibt es einen Einkaufsgutschein für Lebensmittel im Wert von 10 Euro. Die Einkommensschwelle liegt derzeit bei 1238 Euro monatlich für einen Einpersonenhaushalt und richtet sich nach offiziellen Zahlen der EU. „Es kommen viele AlleinerzieherInnen, MindestpensionistInnen und Familien mit mehreren Kindern zu uns. Sie sind häufig die VerliererInnen im Sozialsystem. Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen der Mindestsicherung würden sie besonders hart zu spüren bekommen“, erzählt Klaus Kroboth, Mitarbeiter in der Sozialberatung. Er ist unter anderem für die Verteilung der Lebensmittelpakete und -gutscheine zuständig. Mehr als 2.000 Pakete wurden im Vorjahr verteilt.

Beratung in den Bezirken. Die Volkshilfe Wien hat in jedem Wiener Gemeindebezirk eine Sozialberatungsstelle. Dort ermöglichen zahlreiche engagierte Ehrenamtliche und Mitglieder, dass Wienerinnen und Wienern eine Anlaufstelle zur Verfügung steht, an die sie sich in Notsituationen wenden können. In den Sprechstunden der Sozialberatung bekommen sie kostenlose Informationsleistungen und eine erste zielgerichtete Hilfe. Eine dieser unmittelbaren Hilfestellungen für armutsgefährdete Menschen ist die Ausgabe von Lebensmittelpaketen und -gutscheinen. Hin und wieder können Klaus Kroboth und seine KollegInnen die Pakete mit Spenden von Firmen und Privatpersonen ergänzen, etwa um Süßigkeiten. „Besonders die Kinder freuen sich immer unglaublich, wenn sie zum Beispiel Schokolade oder Gummibärchen bekommen.“

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