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Grundbedürfnis Wohnen: Unterstützung bei der Wohnungssuche

Als Sozialberatungseinrichtung sind wir eine Anlaufstelle für Menschen, die häufig eine lange und frustrierende Wohnungssuche hinter sich haben“, erklärt Alexandra Adam, Leiterin der Wohndrehscheibe. Die Abteilung der Volkshilfe Wien ist die einzige Beratungsstelle in Wien, die bereits seit zwei Jahrzehnten Hilfestellung und Information zur Wohnungssuche mit dem Schwerpunkt Privatwohnungsmarkt anbietet. Zu ihr kommen einkommensschwache Wienerinnen und Wiener, die Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche haben.

Offene Wohnungsbörse. In der Beratungsstelle in der Landstraßer Hauptstraße findet jeden Montagnachmittag und jeden Donnerstagvormittag eine Wohnungsbörse statt. KundInnen, die bereits eine Erstberatung in der Wohndrehscheibe hatten, können zu diesen Terminen vorbeikommen, um etwaige weitere Fragen zu klären. Auch Wohnungsanzeigen, die Alexandra Adam und ihr Team vorsortiert haben, können durchgeschaut werden. „Wir suchen mittlerweile vor allem im Internet nach Wohnungsangeboten“, erzählt Idris Ademoski, Berater in der Wohndrehscheibe. Damit ist es aber lange noch nicht getan. „Als Beratungsstelle sind wir auch dafür da, Ängste unserer KundInnen aufzufangen und abzubauen. Viele sind frustriert und verzweifelt von der erfolglosen Wohnungssuche. Sie brauchen jemanden, der mit ihnen alle Optionen durchgeht“, so Ademoski. Wenn etwa eine vorhandene Wohnung erhalten werden kann oder eine Gemeindewohnung in Frage kommt, vermitteln die MitarbeiterInnen der Wohndrehscheibe an die zuständigen Stellen weiter. Die Wohnungssuchenden werden aber auch zu Finanzierungsmöglichkeiten beraten und bekommen beispielsweise Hilfe bei der Vereinbarung von Besichtigungsterminen.

Das größte Hindernis bei der selbstständigen Wohnungssuche auf dem privaten Markt sei ein geringes oder gar kein Arbeitseinkommen, kennt Alexandra Adam die Probleme der KundInnen. Viele sind deshalb auf umfassende Unterstützung angewiesen. „Wir beraten unsere KundInnen auch hinsichtlich Mietverträge oder wie sie sich bei einer Besichtigung verhalten sollen.“

Besonders wichtig ist der Leiterin der Beratungsstelle, dass ihre MitarbeiterInnen aktuell in acht verschiedenen Sprachen beraten, etwa auf Arabisch, Türkisch oder Englisch. Eine Beratung in der Muttersprache des Kunden oder der Kundin sei gerade bei einem komplizierten Thema wie Mietrechtsangelegenheiten ein großer Vorteil, ist Adam überzeugt. Und hat mit diesem Konzept Erfolg. Im Jahr 2017 konnte für fast 500 Haushalte mit insgesamt über 1.000 Personen eine Wohnung gefunden werden.

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