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Wohnen ist ein Grundrecht

Es gibt sie auch in Wien, der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt – Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben und daher auf Hilfe angewiesen sind. Rund  3.000 Personen fallen laut Einschätzung  der Wohndrehscheibe,  einer  Abteilung der Wohnungslosenhilfe der Volkshilfe Wien, in diese Gruppe. Die Ursachen für Wohnungslosigkeit sind vielfältig, wie Silvia Zechmeister, Bereichsleiterin Soziale Arbeit, aus ihrer Arbeit weiß: „Ein großer Teil hat die Wohnung aufgrund eines Schicksalsschlages verloren. Dazu kommen Menschen mit psychischen und/oder physischen Erkrankungen und Suchtproblemen, die ihre Wohnung verloren haben. Auch für asylberechtigte Flüchtlinge ist es sehr schwer, eine leistbare Wohnung zu finden. Denn auch nach Anerkennung des Flüchtlingsstatus dauert es einige Zeit, bis diese Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Vom Wohnungsmarkt sind sie aus verschiedenen Gründen oftmals ausgeschlossen.“

Punktgenaue Hilfe. Die Volkshilfe Wien bietet gleich durch mehrere Einrichtungen Unterstützung für wohnungslose Menschen an. Dies erfolgt nicht nur durch sozialarbeiterische Betreuung sondern auch durch unterschiedliche Wohnungszugänge. Für asylberechtigte Familien stehen mit „Flatworks“ und „Flatstarts“ zwei Projekte zur Verfügung, die die Betroffenen einerseits durch sozialarbeiterische Betreuung bei der Integration unterstützen und andererseits einen Zugang zum Wohnungsmarkt eröffnen. Zechmeister erklärt die unterschiedlichen Zugänge: „Bei Flatworks wohnen die Menschen anfangs in von der Volkshilfe Wien angemieteten Wohnungen mit dem Ziel, diese dann als HauptmieterInnen zu übernehmen, wenn sich die wirtschaftliche Situation entsprechend gebessert hat. Bei Flatstarts ist die Nutzung der Wohnungen auf rund zwei Jahre begrenzt. Hier sind die Wohnungen eine Starthilfe für Neuankömmlinge. Im Projekt Housing First, das 2016 gestartet wurde, werden Menschen dabei unterstützt, einen abgesicherten Zugang zum Wohnen mittels eigenem Hauptmietvertrag zu erhalten. Weiters werden im Rahmen von betreut wohnen Poolwohnungen angeboten. Für wohnungslos gewordene, oftmals ältere Menschen stellt die Volkshilfe Wien zwei Sozial betreute Wohnhäuser für 65 und 86 Personen zur Verfügung.“

Die Zuweisung in diese Einrichtungen erfolgt übrigens, wie bei den anderen Einrichtungen der Volkshilfe Wien, über das Beratungszentrum Wohnungslosenhilfe des Fonds Soziales Wien. Lesen Sie mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Die Wohnungslosenhilfe ist ein großes Aufgabengebiet der Sozialen Arbeit, Silvia Zechmeister ist in ihrem Bereich aber auch noch für die Sozialpädagogischen Wohngemeinschaften, die Tagesmütter/-väter, die Abteilung für Integration und Interkulturarbeit sowie für frauenspezifische Angebote verantwortlich. Insgesamt beschäftigt die Volkshilfe Wien im Bereich Soziale Arbeit rund 350 MitarbeiterInnen.

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