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Mutmacher für ein Sterben zu Hause

„Zu Hause“, antwortet der Großteil von in Österreich lebenden Menschen auf die Frage, wo sie einmal sterben möchten. Österreichweit gesehen kann für rund 26 Prozent dieser letzte Wunsch erfüllt werden, im großstädtischen Bereich sind es nur 16 Prozent. Diese Zahlen haben sich von 1988 bis 2015 wenig verändert. Der Großteil der Menschen verstirbt in Institutionen, vor allem im Krankenhaus.

Vier Trägerorganisationen, der Arbeiter Samariterbund Wien, die Caritas der ED Wien, die CS Caritas Socialis und die Volkshilfe Wien haben sich in einem innovativen Projekt von Hospiz Österreich auf den Weg gemacht, um diese Situation und die Rahmenbedingungen zu ändern und ein Sterben zu Hause zu ermöglichen. Gemeinsam wird seit Juni 2015 das dreijährige Pilotprojekt „HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause“ umgesetzt, um Wunsch und Wirklichkeit besser zusammenzubringen.

Im Rahmen dieses Projektes ist der Videoclip „Mutmacher für ein Sterben zu Hause“ entstanden.

Er verbindet die Realität mit der Vision. Wenn – wie im Film –  die Wünsche der Patientin in einem Vorsorgedialog besprochen und dokumentiert werden und die Umsetzung durch alle Beteiligten gut gelingt, können die Selbstbestimmung und die Würde von schwerkranken und sterbenden Menschen besser gesichert werden.

Der Mut der Trägerorganisationen, sich diesem Thema in großer Intensität zu stellen, wurde schon mehrfach belohnt: Einerseits durch die positiven Rückmeldungen der Mitarbeiterinnen, aber auch von öffentlicher Seite. Das Projekt HPC Mobil hat heuer den 3. Preis des Wiener Gesundheitspreises erhalten. Das Projekt wird vom Fonds Gesundes Österreich gefördert.

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