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Ziele

Kinder und Jugendliche, die in einer unserer Wohngemeinschaften leben, bewältigen zum Zeitpunkt ihres Einzugs schwierige Lebensumstände:  Bei den einen konnten die Eltern nicht ausreichend für ihre Kinder sorgen (zum Beispiel wegen Krankheiten oder Überforderung), bei anderen kam es zu schweren Konflikten in der Familie, die sich zu Hause nicht mehr lösen ließen, bei wieder anderen kam es zu Gewalt gegenüber Kindern. Wenn Kinder in eine WG einziehen, dann wird  – vom ersten Tag an – an mehreren Zielen gearbeitet:

Stabilisierung

Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, den Eltern, dem Team der Wohngemeinschaften und den SozialarbeiterInnen des Jugendamts wird besprochen und festgelegt, wie sich die aktuell schwierige Situation wieder stabilisieren kann.

Individuelle Förderung

Es ist Aufgabe des pädagogischen Teams, auf die Talente, Wünsche und Bedürfnisse jedes Kindes/Jugendlichen einzugehen und sie individuell zu fördern.

Gruppenpädagogische Förderung, Demokratie und Gemeinschaftsbildung

Über das Medium der Gruppe lernen die Kinder und Jugendlichen Regeln, Pflichten und Umgangsformen des Zusammenlebens. Sie werden z.B. dazu aufgefordert, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen und eigene Bedürfnisse mit anderen zu verhandeln. Gruppendynamiken und –prozesse haben in der Beobachtung und Reflexion einen besonderen Stellenwert.

Förderung von externen sozialen Kontakten und Freundschaften

Wir stellen Kontakte zur unmittelbaren Umwelt (Nachbarn, Jugendzentren, Sportvereine, etc.) her. Die Kinder und Jugendlichen lernen die Infrastruktur der Umgebung kennen und nutzen. Sie haben somit die Möglichkeit, Gleichaltrige kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Halt geben (Strukturen, Abläufe, Rituale, Regeln)

In einer Wohngemeinschaft ist es ganz entscheidend, nachvollziehbare, einfach zu verstehende, klare Strukturen für den Alltag zur Verfügung zu stellen und diese regelmäßig mit den Kindern und Jugendlichen zu besprechen und zu verhandeln.

Beziehungsfähigkeit stärken

Die Kinder sollen lernen, dass ein fundamentaler Teil des menschlichen Lebens die Beziehung zu anderen Menschen ist. In den alltäglichen Beobachtungen und Interventionen wird deshalb in der WG ganz besonderen Wert darauf gelegt, wie sich die Beziehungen zwischen den Kindern untereinander, aber auch die Beziehungen zwischen Kindern und SozialpädagInnen gestalten und entwickeln.

Rückführung/Verselbständigung

In Zusammenarbeit mit den Familien und dem Jugendamt wird an einer möglichst baldigen Rückführung des Kindes/Jugendlichen in die Familie gearbeitet. Falls dies nicht möglich ist, stellt die Bewältigung eines selbständigen Lebens nach Beendigung der Betreuung das übergeordnete Ziel dar.

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