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„Das ist genau mein Job!“

Tagesmutter sein ist auch eine Berufung. Unsere Tagesmutter Brigitte O. könnte sich auch gar keinen anderen Beruf vorstellen.

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Brigitte O.: Als meine Kinder auf die Welt kamen, wollte ich weiter beruflich tätig bleiben. Da bin ich auf das Konzept der Tagesmutter gestoßen und habe erkannt, dass das genau der Job ist, den ich schon immer machen wollte.

Was gefällt Ihnen an der Tätigkeit so sehr?

Ich bin jetzt seit 23 Jahren Tagesmutter mit Leib und Seele und habe in diesem Beruf meine Erfüllung gefunden. Ich kann nahezu frei entscheiden und innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen den pädagogischen Alltag nach meinem Ermessen gestalten. Wenn die Kinder ganz ins Spielen vertieft sind, gehen wir an diesem Tag nicht auf den Spielplatz. Dafür sind wir dann halt am nächsten Tag stundenlang im Freien. Das entscheiden die Kinder und ich gemeinsam. Ich kann auf die Bedürfnisse der Kinder individueller eingehen als es etwa in einem Kindergarten bei größeren Gruppen möglich wäre: bei mir haben die Kinder genug Zeit, im eigenen Tempo und selbständig zu lernen.

Welche Ausbildung haben Sie?

Ich habe eine Ausbildung zur Tagesmutter, zur Kindergruppenbetreuerin, dazu Ausbildungen zur Nachmittagsbetreuerin und in Motopädagogik. Derzeit mache ich einen Kurs in Gebärdensprache. Die Betreuung von Kindern mit Hörbeeinträchtigungen interessiert mich sehr, ich möchte mich hier gerne spezialisieren.

Wie findet man Sie?

Infos zu Tagesmüttern/-vätern gibt es im Internet: www.volkshilfe-wien.at/tmv. Zu mir kommen Frauen oft schon während der Schwangerschaft, um sich einen Platz für ihr Kind zu sichern. Und meist kommt dann auch das Geschwisterkind zu mir in die Tagesbetreuung.

Wie lange bleiben die Kinder?

Im Normalfall bleiben sie bis zum Alter von drei bis vier Jahren, aber manche bleiben auch bis zum Schulstart.

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